www.innichen.in

Mein Wunsch, an der Zukunftsgestaltung unserer Marktgemeinde Innichen aktiv mitarbeiten zu können, war mir Grund dafür, mich bei den letzten Gemeinderatswahlen der Herausforderung zu stellen und für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren. Gemeinsam mit meinem Team arbeite ich intensiv an der Umsetzung des Programms, das ich anlässlich des Wahlkampfes erarbeitet und dem Wählerpublikum präsentiert hatte. Nach dem Motto "Innichen sind wir alle" freue ich mich auf die spannende Arbeit und auf die aktive Unterstützung aller Bürgerinnen und Bürger wenn es darum geht, das "Innichen von Morgen" zu gestalten.

Werner Tschurtschenthaler
Bürgermeister von Innichen

Werner zu

Wie denkt Werner Tschurtschenthaler über:

Wahlrecht ab 16 Jahren

Ich persönlich bin für das Herabsetzen des Wahlalters auf 16 Jahre und zwar aus folgenden Gründen:

  1. Ich bin überzeugt, dass die Jugend heutzutage unter anderem auch durch den einfacheren Zugang zu modernsten Informationskanälen wie das Fernsehen oder das Internet, informierter, aufgeschlossener und dadurch auch früher mündig ist.
  2. Die demografische Entwicklung führt dazu, dass sich das Durchschnittsalter der Wähler ständig nach oben verschiebt. Durch ein Herabsetzen des Wahlalters könnte diese Entwicklung verlangsamt werden. Ziel muss es sein, nicht nur eine ausgewogene Vertretung der Altersgruppen in den politischen Gremien zu haben, sondern auch eine vom Alter her ausgewogene Wählerschaft.

Gemischtsprachige Kindergärten und Schulen

Die historisch gewachsene Tatsache, dass Südtirol drei Sprachgruppen beheimatet, wird von vielen Südtirolern als Nachteil gesehen. Dabei ist diese Mehrsprachigkeit, um die uns viele in Europa beneiden, ein enormer Wettbewerbsvorteil in zahllosen Bereichen des Lebens. Die Empfindung für die Mehrsprachigkeit dieses Landes muss bei seinen Bürgern vom Negativen ins Positive gedreht werden. Das schließt natürlich nicht aus, dass man die eigene Identität kennt und schätzt.

Freie Universität Bozen

An der Freien Universität Bozen muss festgehalten werden. In die Bildung als Grundstein für die Entwicklung Südtirols zu investieren war die richtige und eine wichtige Entscheidung. Allerdings muss bei der Auswahl neuer Fakultäten darauf geachtet werden, dass man nicht in Konkurrenz zu den Nachbaruniversitäten steht. Zudem sollten neue Fakultäten einen Bezug zu den Rahmenbedingungen und den Charakteristika Südtirols haben und keine „Allerweltsfakultäten“ sein. In Funktion der Fakultäten sollten auch entsprechende Arbeitsplätze in Südtirol geschaffen werden.

Kindergeld

Ich finde die Politik hat dafür zu sorgen, dass Familien eine freie Wahlmöglichkeit in Bezug auf die Form der Kleinkinderbetreuung haben sollen. Wer berufsbedingt sein Kind in eine Kindertagesstätte bringen möchte, soll diese Möglichkeit haben, wer allerdings sein Kind selbst erziehen möchte, soll das Kindergeld erhalten, um es sich leisten zu können, von der Arbeit für diese Zeit fernzubleiben. Feststeht, dass das bei Kosten für einen Kindertagesstättenplatz von 15.000 Euro pro Jahr, das Kindergeld der öffentlichen Hand sicherlich weniger kostet.

Frauenquote

In der heutigen Zeit müssen Frauen nicht mehr durch eine Quote geschützt werden. Es muss eine Selbstverständlichkeit sein, dass Frauen dieselben Chancen haben wie Männer. Frauen sind aber ohnehin nicht mehr aus Politik, Verwaltung und Beruf wegzudenken.

Europa

Wie in den kleinen Gefügen, müssen wir auch in großen, zusammenarbeiten und Grenzen abbauen. Europa ist das beste Beispiel für eine erfolgreiche Zweckgemeinschaft, die mittlerweile unser Zusammenleben bis ins kleinste Detail regelt und die Bürgerinnen und Bürger als Konsumenten schützt. Allerdings darf Europa nicht zum zahnlosen Tiger mutieren, der irgendwann von einem aufgeblähten Verwaltungsapparat erdrückt wird. Feststeht aber, dass der Abbau der Grenzen zuerst in den Köpfen stattfindet. Die Zukunft von Europa werden allerdings nicht die einzelnen Staaten sein, sondern deren Regionen.

Brennerbasistunnel

Der Brennerbasistunnel muss in ein Gesamtverkehrskonzept, das den gesamten Alpenraum berücksichtigt, eingebunden werden, ansonsten wird er zwar das zwingend notwendige Jahrhundertprojekt bleiben, nicht aber die gewünschten Ergebnisse für unser Land bringen.

Toponomastik

Bei der Ortsnamensgebung muss den geschichtlichen und traditionellen Ortsnamen Rechnung getragen werden. Dazu müssen die Gemeinden und die Bevölkerung vor Ort mit eingebunden werden.

Wirtschaftsförderung

Es ist Aufgabe der Politik, Rahmenbedingungen zu schaffen in denen Wirtschaftstreiben möglich ist. Das hat nichts mit Kapitalzuweisungen zu tun. Der Unternehmer trägt sein unternehmerisches Risiko selbst, allerdings ist die Politik für die Sicherung und die Stabilität des Wirtschaftsraumes zuständig. Wirtschaftliche Unternehmungen müssen in Funktion von neuen Ideen, Märkten und der Kundennachfrage erfolgen und nicht in Funktion von Förderungen. Anstatt der monetären Anreize, wäre es besser die Steuern zu senken.

Energie

Die heimischen Ressourcen müssen im Einklang mit der Natur, der Umwelt und den Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden. Ziel muss es sein, mit erneuerbaren Energiequellen weitgehend unabhängig von fossilen Energieträgern zu werden.